Emanon-MDC @ Berliner Fahrradschau

Früh startet dieses Jahr meine 4Cross – Saison. Anfang März ist quasi noch fast Winter, zumindest sieht es draußen so aus. Ganz Deutschland ist noch unter einer dicken Eis- und Schneeschicht vergraben. Und auch ich fühle mich noch wie im Winterschlaf. Das letzte Trainingscamp von Eric Maiwald am ersten Märzwochenende, sollte aber meinen müden Knochen etwas Leben einhauchen und so konnte ich mich dort gezielt auf meinen ersten Wettkampf auf der Berliner Fahrradschau vorbereiten.

„Ich wusste gar nicht, was man aus Paletten alles so machen kann“

Als wir in Dresden am Samstag Morgen starteten, war ich schon voller Vorfreude, was mich wohl in Berlin erwartet. Natürlich hatte ich im Vorfeld Bilder vom Aufbau gesehen, und ich muss gestehen, ich war leicht skeptisch, wie sich das wohl in Live so anfühlt.

Angekommen in der Hauptstadt, checkten ich und Maik erstmal die Location. Und wir waren echt überrascht. Eine entspannte, staufreie Hinfahrt, inklusive kostenfreier Pool Position vorm Hotel stimmte uns erstmal zufrieden, denn davon kann man in Berlin nicht unbedingt ausgehen. Zudem kamen wir – dank Veranstalter – auch beide das komplette Wochenende kostenfrei aufs Messegelände.

In der richtigen Messehalle angekommen, beobachteten wir das laufende Thirty7even-Trainingscamp von Joost Wichmann und Petrik Brückner, die die Strecke am Vormittag für sich und reichlich Interessenten gebucht hatten. Ich so zu Maik: „Ich wusste gar nicht, was man aus Paletten alles so machen kann.“ Der Parcours war, untertrieben gesagt, ein riesen Zweirad-Spielplatz, den man am liebsten so einpacken und sich zu Hause in den Garten stellen möchte. Nach den ersten Runden, war ich mehr als überzeugt und die anfängliche Skepsis verflogen.

„Boaaah! Was machst du so zeitig am Sonntagmorgen in Berlin?!?“

Die Trainingsläufe am Samstag nutzte ich ausgiebig um mich an die Holzelemente zu gewöhnen. Von Lauf zu Lauf wurde ich sicherer, probierte verschiedene Linien und machte mir einfach nur einen schicken Tag mit den Mädels. Wir hatten uns ja alle lange nicht gesehen und von daher gab es viel Gesprächsbedarf. So verging der Tag wie im Flug und wir trafen uns dann später alle zusammen beim Griechen an der Ecke und ließen so den doch anstrengenden Trainingstag gemütlich ausklingen.

Der Sonntag begann, wie bei allen Wettkämpfen, viel zu früh. Halb 8 Frühstück, halb 9 auf der Messe – „Boaaah! Was machst du so zeitig am Sonntagmorgen in Berlin?!?“ dachte ich mir nur 🙂 Fix mit den Mädels auf dem Pumptrack warm gemacht und schon begann das Training und mein Kopf stellte sich langsam auf Wettkampfmodus ein. Um 11 begannen die Qualifikationsläufe und ich versuchte es diesmal entspannt angehen zu lassen. Es lief auch richtig gut und so konnte ich meine Vorläufe als Viertbeste von 13 Mädels absolvieren. Leider versemmelte ich den ersten Lauf im 12er Finale und kam nur als Dritte ins Ziel. So reichte es mit guter Quali nur für den 9. Platz.

ABER: Zum Schluss bleibt ein mega gutes Gefühl den ersten Wettkampf im Jahr mit viel Spaß überstanden zu haben, wenn auch das Ergebnis nicht wirklich befriedigt, dann tut es auf jedenfall die beeindruckende Atmosphäre des kompletten Events. Alle Bereiche des MDC´s haben wieder wie ein Schweizer Uhrwerk ineinander gegriffen und super funktioniert. Berlin setzt definitiv die Messlatte richtig hoch für die kommenden 4Cross-Rennen.

Als nächstes trifft sich die Mitteldeutsche 4Cross-Gemeinde im gemütlichen Stollberg. Dort ruft die Oldschool-Disziplin „Wiesenslalom“. Ich bin gespannt drauf – Bis dahin, viel Spaß beim (hoffentlich schneefreien) Rad fahren!!!

→ Berlin in Action:

→ Berlin in Bewegtbild:

Wer hats geschrieben? Christiane Graf.

Ich bin Christiane. Grafikerin und Bloggerin mit Vorliebe für Zweiräder.